Muskelkater – was kannst Du dagegen tun?

Tipps gegen Muskelkater

Du hast Lust auf eine neue Sportart oder planst nach längerer Pause Dein Training wiederaufzunehmen? Sehr gut! Nur solltest Du die Sache ruhig angehen und Dein Pensum langsam steigern. Denn sonst könnte es sein, dass ein unangenehmer Muskelkater Deine Motivation schnell wieder schwinden lässt.

Sport bei Hämophilie A

Sport und regelmäßige Bewegung tun gut und sind auch bei Hämophilie A zu empfehlen. Denn eine trainierte Muskulatur sorgt nicht nur für ein bewussteres Körpergefühl, bessere Koordination und Beweglichkeit, sondern schützt auch Deine Gelenke. Außerdem hilft Dir regelmäßiger Sport dabei, Übergewicht zu vermeiden oder zu verringern, was sich ebenfalls positiv auf Deine Gelenke auswirkt.

Besprich vor Beginn Deines Trainings mit Deinem Hämophilie-Behandler, welche Sportarten für Dich geeignet sind, um Dein Verletzungsrisiko nicht unnötig zu steigern. Kläre auch ab, in welchem Ausmaß Du trainieren darfst und lasse den Zustand Deiner Gelenke prüfen. Achte je nach Therapie darauf, dass Du an Deinen Trainingstagen keinen Talspiegel erreicht hast und sprich mit deinem Behandler über neue innovative Therapieoptionen, die sich gut in Deinen Alltag integrieren lassen und Dir mehr Flexibilität ermöglichen.

Bestimmte sportliche Aktivitäten sind bei Hämophilie A nicht zu empfehlen: So wird von rauen Kontaktsportarten in der Regel abgeraten und von Bewegungsabläufen, bei denen es zu plötzlichen Richtungswechseln, Drehungen oder häufigen Stürzen und Sprüngen kommt. Falls Dir im Laufe Deines Trainings etwas Ungewöhnliches auffällt, solltest Du pausieren und Dich an Deinen Hämophilie-Behandler wenden.

Wie entsteht Muskelkater?

Zu Muskelkater kommt es häufig nach ungewohnten Bewegungen oder starken Belastungen, besonders wenn die Muskeln unter Anspannung gedehnt werden, wie zum Beispiel beim Bergabgehen, Joggen oder Krafttraining. Derzeit geht man davon aus, dass es durch die Belastung zu Mikroverletzungen in den Fasern des Muskelgewebes kommt. Als Folge verhärten sich die Muskeln, werden druckempfindlich, kraftlos und schmerzen bei Bewegung. Dieser Prozess braucht eine Weile, sodass der Schmerz typischerweise nicht sofort nach dem Training einsetzt, sondern frühestens nach ein paar Stunden. Normalerweise hält Muskelkater etwa eine Woche an. Sollte es wesentlich länger dauern, dann sprich Deinen Hämophilie-Behandler darauf an.

Wie kannst Du Muskelkater vorbeugen und behandeln?

Um Dir erst gar keinen Muskelkater einzuhandeln, solltest Du folgende Tipps beherzigen:

  • Steigere Dein Sportpensum langsam. Achte besonders bei untrainierten Muskeln und neuen Bewegungsabläufen darauf, dass Du nicht zu intensiv und zu lange trainierst.
  • Nimm nach dem Training eine warme Dusche – Wärme hilft dabei, den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Ist der Muskelkater schon im Anmarsch, kannst Du Folgendes probieren:

  • Gib Deinen Muskeln Zeit zum Regenerieren: Drossel Dein Training, pausiere ganz oder trainiere andere Muskelgruppen bis der Schmerz nachlässt.
  • Bewege die schmerzenden Muskeln ohne viel Kraft aufzuwenden, zum Beispiel durch leichte Wassergymnastik oder lockeres Fahrradfahren.
  • Nimm ein warmes Bad oder besuche die Sauna: Wärme hilft auch, wenn der Muskelkater bereits zu spüren ist.

Zu Dehnungen, Massagen und kalten Bädern nach dem Sport, um Muskelkater zu vermeiden, gibt es unterschiedliche Meinungen. Am besten befragst Du Deinen Therapeuten dazu oder Du probierst es vorsichtig aus. Muskelkater ist zwar schmerzhaft, aber normalerweise harmlos. Und das Gute daran ist: Deine Muskeln sind danach belastbarer und Du bist für einige Wochen sicher vor erneutem Muskelkater bei demselben Bewegungsmuster.


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Quellen:

https://www.apotheken-umschau.de/Muskeln/Muskelkater-lindern-und-vorbeugen-171081.html (Aufruf: 08.01.2020)

https://www.aerzteblatt.de/archiv/30395/Muskelkater (Aufruf: 08.01.2020)

https://www.aponet.de/wissen/gesundheitslexikon/krankheiten-von-a-z/muskelkater.html (Aufruf: 08.01.2020)

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